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Derselbe Name nach 3.000 Jahren — Jerusalem.

Das Jerusalem, das David besang, ist dieselbe Stadt, die heute in den Nachrichten steht. Warum Psalm 122,6 nach 3.000 Jahren noch ein Gebet ist.

Psalm 122:6

Gib „Jerusalem" in Google Maps ein und du bist sofort dort. 31,7683°N, 35,2137°E. Genau jener Hügel, den David vor 3.000 Jahren einnahm. Die Stadt, die 660 Mal in der Schrift genannt wird, hat Namen und Koordinaten bewahrt. Wenige Städte auf Erden können das sagen.

Der Tag, an dem sie Davids Hauptstadt wurde

Um 1000 v. Chr. eroberte David den Jebusitern eine Hügelstadt und machte sie zur Hauptstadt Israels (2. Samuel 5). Derselbe Hügel ist heute ein archäologischer Park — die Davidstadt — direkt südlich der Altstadt. Man kann den Hiskia-Tunnel durchqueren, einen bronzezeitlichen Wasserkanal, der dem biblischen Bericht in 2. Könige 20,20 wortgenau entspricht und bis heute Quellwasser führt.

Psalm 122,6

„Bittet für Jerusalem um Frieden! Es möge wohlgehen denen, die dich lieben!"

Im Zentrum dreier Religionen

Jerusalem ist die einzige Stadt, in der alle drei abrahamitischen Religionen heiligen Boden haben. Die Klagemauer (letzter Rest des Salomonischen Tempels), die Grabeskirche (Ort der Kreuzigung und des Grabes) und der Felsendom (wo Mohammed aufgefahren sein soll) — keine zehn Gehminuten voneinander entfernt.

Wo Jesus seinen letzten Weg ging

Die Via Dolorosa — „Schmerzensweg" — führt durch die Altstadt in vierzehn Stationen vom Urteil des Pilatus bis nach Golgatha. Gelehrte streiten, ob die heutige Route genau dem Weg des ersten Jahrhunderts entspricht, doch gewiss ist: seit 2.000 Jahren gehen Menschen über dieselben Steine und meditieren dieselben Verse.

Jerusalem heute

Jerusalem zählt heute rund 950.000 Einwohner — etwa 60 Prozent Juden, 40 Prozent Araber — und es vergeht kaum eine Woche, in der die Stadt nicht weltweit Schlagzeilen macht. Der von der Schrift verheißene Friede und die Spannung der Gegenwart existieren in denselben Gassen. Psalm 122,6 ist vielleicht das einzige Gebet, das seit 3.000 Jahren buchstäblich aktuell geblieben ist.

Dass man einen 2.000 Jahre alten Ortsnamen auf der heutigen Karte findet — das allein verbindet die Schrift mit der Gegenwart.
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